Unsere rechtliche Haltung im Klartext
DealRadar arbeitet mit öffentlich zugänglichen Daten und hält sich dabei an geltendes deutsches und europäisches Recht. Wir haben unsere Prozesse so aufgebaut, dass sie einer rechtlichen Überprüfung standhalten.
1. Wir speichern keine personenbezogenen Daten aus Inseraten
Verkäufer-Namen, Telefonnummern, genaue Adressen, private Chat-Inhalte — nichts davon wird persistiert. Was wir speichern: Titel, Preis, Stadt-Ebene, URL, Bild-URL (nicht rehosted). Das sind im Sinne der Rechtsprechung die absolut notwendigen Metadaten für einen Deal-Alert.
Das schützt uns vor dem Szenario aus BGH VI ZR 10/24 (18. November 2024): Ein bloßer Kontrollverlust über personenbezogene Daten kann ~100 € immateriellen Schadensersatz pro Betroffenem auslösen. Wer 50.000 Verkäuferdaten speichert, riskiert 5 Mio € Streitwert. Wer 0 Verkäuferdaten speichert, hat keinen Angriffsvektor.
2. Wir rehosten keine Bilder
Bild-Thumbnails in Benachrichtigungen werden per URL direkt vom Marktplatz geladen. Wenn der Verkäufer sein Inserat löscht, ist auch unser Thumbnail weg. Wir bauen keine Bilddatenbank auf, die als Sekundär-Publikation interpretiert werden könnte.
3. Zero-Storage-Prinzip bei Retention
Deal-Metadaten werden nach Plan-Limit (Free: 3 Tage, Starter: 7 Tage, Pro: 30 Tage, Business: 90 Tage) automatisch gelöscht. Kein User kann eine längere Retention einstellen. Das ist eine Hard-Constraint der Plattform.
Ein Dealradar-Konto kann jederzeit per "Account löschen" vollständig gelöscht werden — inklusive aller Profile, Deals, Notifications, Tokens. Sofortiger Vollzug, kein "Löschanfrage in 30 Tagen".
4. Rate-Limiting & robots.txt
Unsere Suchagenten stellen < 1 Anfrage pro Sekunde pro Plattform, respektieren robots.txt und nutzen keine Umgehungstechniken. Wenn eine Plattform ein Rate-Limit signalisiert, reduzieren wir die Abfrage-Frequenz automatisch.
5. AGB-Situation Kleinanzeigen.de
Die Kleinanzeigen-AGB untersagen automatisiertes Abrufen von Inhalten ohne Zustimmung. Das ist eine AGB-Klausel, keine Strafnorm. Wir halten dem Folgendes entgegen:
- Wir betreiben keinen Kleinanzeigen-Account und stimmen den AGB nicht zu — die Klausel ist gegen uns zivilrechtlich schwer durchsetzbar (vgl. EuGH C-30/14 Ryanair/PR Aviation 2015).
- Wir verursachen keine systemrelevante Last (siehe Rate-Limit oben).
- Unser Dienst ist nicht auf Aufbau einer Schatten-Datenbank ausgerichtet, sondern auf einen eng gefassten Alert-Service für den jeweiligen User.
- Bei einer Unterlassungsaufforderung durch Kleinanzeigen reagieren wir unverzüglich.
Anwaltliche Abmahnungen gegen ähnliche Dienste sind öffentlich nicht dokumentiert. Wir beobachten die Lage und passen den Dienst an, wenn nötig.
6. Was wir NICHT bauen
- Kein Auto-Reply-Bot, der im Namen des Users automatisch Nachrichten verschickt (Vertragsschluss-Risiko).
- Kein Auto-Buy-Tool.
- Keine Schatten-Datenbank der letzten 12 Monate Kleinanzeigen.
- Kein Reverse-Lookup von Verkäufern über mehrere Inserate (würde Profiling ermöglichen — rechtlich heikel).
7. Kontakt
Betroffenenrechte, Löschanfragen, rechtliche Bedenken — direkt an: info@meindealradar.de
Dieses Dokument ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine eigene Prüfung. Es ist unser ehrlicher Versuch, das rechtliche Risiko minimal zu halten und gleichzeitig ein nützliches Produkt zu liefern.